TransAction Dortmund demonstriert mit 75 Teilnehmenden für trans Rechte im Pride Month

Am Samstag, den 19.06. fand um 17 Uhr eine Demonstration der Gruppe TransAction Dortmund statt. Sie stand unter dem Motto „Pride Month is our Month – Queer Liberation Now!“. 

Nach einer Verlesung der Auflagen und einer Rede der veranstaltenden Gruppe lief der Demozug los. Bei sonnigen 29°C herrschte eine ausgelassene Stimmung unter den circa 75 Teilnehmenden.
Die Startkundgebung wurde im Westpark abgehalten. Danach ging es über den Wall zum Platz der deutschen Einheit vor dem Hauptbahnhof, auf dem eine Zwischenkundgebung stattfand. Dort hielt eine Person der Gruppe „Aces NRW“ eine Rede. Es wurde noch etwas Musik gespielt, dann begab sich die Demonstration auf den Weg zur Endkundgebung auf dem Hansaplatz. 

In den Redebeiträgen wurde das Verhalten von Unternehmen und Parteien im Juni, dem „Pride Month“ kritisiert. Unternehmen interessierten sich nicht für Menschenrechte, sondern nur für ihren eigenen Profit, so Payton von der Gruppe TransAction Dortmund. Dies sei „entwürdigend, verletzend und heuchlerisch“. 
Die Bundestagsfraktion der SPD hatte vor einem Monat gegen zwei Gesetzentwürfe zum Selbstbestimmungsgesetz gestimmt.1 Diese hätten das „Transsexuellengesetz“ (TSG) ersetzt, eine Änderung, die die Aktivist*innen ausdrücklich begrüßt hätten. Noch zwei Tage vorher hatte sich die Bundestagsfraktion für gleiche Rechte für queere Menschen ausgesprochen.2 Von einigen Demonstrierenden war der Ruf „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ zu hören. Payton entgegnete: „Ich will im Rahmen der SPD auch nicht von Verrat sprechen, da ich es anders kaum von ihr erwartet habe. Auch wenn ich vor einem Monat mit etwas Hoffnung vor dem Livestream des Bundestags saß, hatte ich schon damit gerechnet, dass mal wieder gegen meine Rechte und meine Würde gestimmt wird.“. 
Dass queere Menschen längst nicht von allen Teilen der Gesellschaft akzeptiert werden, zeigte sich auch während der Demonstration. Berichten von Teilnehmenden und Außenstehenden zufolge wollten zwei Personen einen Gegenprotest veranstalten. Eine Person rief „Ihr kommt alle in die Hölle!“. Die Polizei erteilte ihnen einen Platzverweis. 

Dennoch zieht TransAction Dortmund ein überwiegend positives Fazit: „Trotz der Hitze und einiger Versammlungen die parallel stattfanden, haben wir unsere Botschaft gut transportieren können. Unser Ziel ist und bleibt es, die Sichtbarkeit der trans Community zu erhöhen und dieses Ziel werden wir auch in Zukunft mit weiteren Versammlungen verfolgen.“, so Alix von Schirp, Pressesprecherin der Gruppe.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an ed.dnumtrod-noitcasnartnull@esserp oder nutzen Sie das Kontaktformular im Pressebereich unserer Website.
Die kompletten Reden finden Sie unter https://transaction-dortmund.de/category/redebeitraege/19-06. Auch finden Sie hier eine Auswahl an Fotos die Sie auf Anfrage entgeltfrei verwenden können.
Zum jetzigen Zeitpunkt liegt uns die Rede von „Aces NRW“ leider nicht schriftlich vor, diese sollte aber in den nächsten Tagen auf unserer Website und auf https://asexualitaet.wordpress.com hochgeladen werden. 

Quelle 1:

Quelle 2: